Auf dem Weg zur Videothek ist mir vor rund einem Monat der folgende Zettel an einem leeren Schaufenster aufgefallen:

Jens Falk hat also sein Geschäft komplett ins Web verlagert. Es lohnt sich (offenbar) nicht mehr ein Antiquariat mit Ladengeschäft zu führen. Das Geschäft im Web wird allerdings auch nicht einfach werden. Seit dem letzten Monat ist www.jens-falk.de von der ersten Seite auf der Google Trefferliste für “Antiquariat Theologie” bereits auf die zweite Trefferseite zurückgefallen.
“Bonn wird flach” heisst, dass die flattener, die Friedman beschreibt, auch ihre Wirkung in Bonn entfalten. Welche flattener haben bei diesem Buchhändler im Bonner Talweg gewirkt?
=> Flattener #1 “11/9/89″: Jens Falk ist nach dem Mauerfall nach Bonn gezogen. Zitat: “…Das Leben ab 1990 ist freier, selbständiger. Individualität, Verantwortung und eigenes Risiko spielen eine gro&szig;e Rolle. Wir können weg. Alles mit uns machen kann der Staat, der Chef oder der Nachbar nicht. Die Freiheit ist einfach jeden Tag da und lebbar. Davon bin ich selbst nach über zehn Jahren Zusammenbruch der „DDR“ fasziniert….”
=> Flattener #4 “Opensourcing”: Der Buchladen wird im Web durch die Opensource Software OSCommerce betrieben
=> Flattener # 8: “Insourcing”: ein Antiquariatskollege aus Bonn nutzt die Branchenkenntnisse und vertreibt seine eigene Lösung o-books für die Internetauftritte der Kollegen
P.S. wie lange wird es noch Videotheken geben?