Peter Moreville ist einer der Gründungsväter der Information Architecture. Seine Leidenschaft für “Findability” (noch bieten weder webtranslate noch LEO eine übersetzung), also dem Grad an Auffindbarkeit einer Person, eines Dokuments, einer Information, zeigt sich in dem sehr breiten Ansatz, den er für sein Buch Ambient Findability gewählt hat.
Nach der Klärung des Begriffs “Findability” im ersten Kapitel folgt eine kurze Einführung zu Verhaltensweisen und Mittel, um als Tier oder Mensch in der realen und digitalen Umwelt seinen Weg und sein Ziel zu finden.
Im dritten Kapitel zeigt Moreville die Grenzen des Information Retrievals auf Basis von Erkenntnissen der evolutionären Psychologie auf.
Kapitel vier ist den neuen Technologien gewidmet, die mehr Daten und Objekte denn je auffindbar machen werden.
“Findability” wird im fünften Kapitel im Kontext der aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten für das Online Marketing gestellt. “Findability” ist dabei in seinen Augen eine von sieben Qualitäten einer Online Information.
Der Konflikt zwischen den Architekten des Semantic Web, die stark auf Strukturen und Ontologien setzen und den Akteuren an der “Social Software” Front, die stark auf freies “Tagging” setzen, ist eines der beiden Themen des sechsten Kapitels. Dabei legt Moreville Wert auf ein UND der beiden Positionen.
Das letzte Kapitel gibt dann einen Einblick in die neuen Möglichkeiten und Gefahren der Entscheidungsfindung auf Basis von Webinformationen
Insgesamt ein leicht lesbares Buch, das Fäden aus vielen Disziplinen zusammenführt. Der breite Ansatz führt natürlich dazu, dass ich mir an mancher Stelle mehr Tiefe gewünscht hätte. Aber dafür bietet Moreville mit seinen Quellenangaben über manche Einstiegspunkte zum Vertiefen.
Peter Morevilles Name ist von diesem Jahr an unverstrickbar mit “Findability” verknüpft wie ein Blick in Google zeigt.


